11.08. Duisburg

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Die Abfahrt von Duisburg gestaltet sich weit spannender als erwartet, denn Pablo löst die falsche Leine und das Floß wird von Rheinwasser erfasst, um 180 Grad herumgewirbelt und kracht dann gegen die Hochwassermauer. Die zweite Leine lösen und sich vertrauensvoll Vadder Rhein überlassen geht nicht, denn erstens ist kein Vertrauen da und zweitens liegt direkt vor uns eine großes Restaurantschiff und die Fluten würden uns direkt gegen Schleudern. Also müssen Muskel- und Motorenkraft zusammenspielen, um das Floß gegen den erheblichen Wasserwiderstand gedreht zu bekommen. Christof muss logistische und nervliche Schwerstarbeit leisten, wir ziehen und drücken und schieben und bibbern und schimpfen, die Motoren jaulen und knurren dazu – ein geradezu biblischer Chor mit dem entsprechenden Erfolg: mit fast zweistündiger Verspätung brechen wir Richtung Duisburg auf. Ich freue mich besonders, weil das eine Rheinstrecke ist, die ich damals nicht geschwommen bin und weil der Rhein so breit und majestätisch dahinfließt. Hank und sein Filmteam wünschen sich ein Gespräch zwischen Enno und mir, das ihnen etwas zu verkröpft ausfällt, aber was soll man machen: wenn schonmal das Hirn mitmischt, sollte man es nicht stoppen, finde ich 😉 Und außerdem tut einem so emotionalen Projekt ein wenig Verkopfung nicht schlecht! Wir steigen früher vom Floß, um rechtzeitig zum Soundcheck in Duisburg anzukommen. Das Lagerprogramm durfte nach langen Hinundher nun doch nicht in der Flüchtlingsunterkunft stattfinden, sehr schade. Wir werden super verpflegt, allerdings hält sich nach vielen gut besuchten Konzerten der Besucherstrom in Duisburg ziemlich in Grenzen. Montagabend. Und viele dicht gestaffelte Konzerte hier im Ruhrgebiet. 50 bis 60 Zuschauer, schätze ich. Die die gekommen sind haben von der Veranstaltung in erster Linie durch das WDR5-Interview gehört, es gibt doch hin und wieder Sendungen, die etwas bewirken können. Schön!

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10.08. Düsseldorf

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Als ich die 2009 die Strecke Köln-Düsseldorf geschwommen bin, hatte ich mitten auf dem Rhein Untiefen entdeckt, da ging mir das Wasser plötzlich nur bis zu den Knien – das wäre natürlich für die Flöße fatal – aber die Fahrt geht ganz problemlos voran, die Flöße sind wie in den letzten Tagen auch gut besetzt, Stimmung ist ausgelassen und fröhlich. Der Besuch im Lager wird von den Gruppen vor Ort gut vorbereitet und bietet den üblichen Kontrast von Alltagstristess und liebloser Unterbringung und plötzlicher Buntheit durch das Kinderprogramm. Ein geplantes Orga-Treffen mit Women in Exile, deren Begleitteam aus deutschen Feministinnen dauernd wechselt, klappt leider nicht, aber wir finden vor dem Konzert Zeit, die wichtigsten Punkte für die nächsten Tage anzusprechen. Die Anforderungen des Projekts zwingen alle beteiligten Teams relativ unabhängig voneinander zu operieren, das macht einen intensiveren Austausch bisweilen schwer. Das Konzert selbst ist ganz gut besucht, auch etliche Flüchtlinge sind gekommen, was uns wie immer besonders freut. Traurig stimmt uns nur, dass Tameru heute zum letzten Mal mit seiner Show unser Programm bereichert. Der Fürther Beamte hat sich nicht erweichen lassen, ihm noch eine weitere Woche zu gestatten. Ich versuche zu zählen, wieviele Menschen, die sich dem Projekt anschließen wollten, durch die Residenzpflicht daran gehindert wurden, und komme auf über dreißig, darunter auch viele Künstlerinnen. Vielen Dank, Tameru, Du warst wunderbar – wir hoffen alle, Dich bald mal weiterzusehen! Weiterlesen ›

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07.08. Köln

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Mit einiger Besorgnis denke ich an die Flöße – zum einen mussten wir ein paar Fässer reparieren, d.h. die Flöße in Bonn auskranen – was glücklicherweise von einer entsprechenden Firma gesponsert wird – was aber dennoch einen späten Start zur Folge hat. Zum anderen erinnere ich mich mit Grausen an die Strecke, die ich ja auch schon 2009 beim Flussprojekt geschwommen bin und wo es mich unter ein großes Schiff gezogen hatte. Aber die Flossfahrt verläuft trotz des anhaltenden Hochwassers sehr ruhig. Das riesige Flüchtlingsheim, eine alte Schule, in dem sie wegen des Zustroms an syrischen Flüchtlingen noch Container auf den Hof gestellt haben, wartet mit vielen Flüchtlingskindern auf das Nachmittagsprogramm. Cristina, Isa und Anke bauen ihre schöne blaue Bühne auf, Tameru zeigt sein Können auf den Krücken und die Kölner Flüchtlingshilfe hat ein schönes Kinderschminken auf die Beine gestellt. Filmen darf man hier nicht – kein Wunder bei den heruntergekommenen Bauten. Women in Exile interviewen die Flüchtlingsfrauen – das ganze Ausmaß der Situation hier erfahren wir allerdings erst am Abend, als mir eine Romafrau anvertraut, dass in dem Lager zwei Flüchtlingsfrauen mit dem Messer attackiert wurden, einer von ihnen sei der Rücken vom Hals an aufgeschlitzt worden. Man hätte sie verlegt, den Fall aber nur der Polizei, nicht aber den Medien weitergeleitet. Die Täter seien nicht gefasst. Das Konzert im Kölner Underground ist gut besucht, der WDR macht ein paar Liveaufnahmen, viele Journalisten kommen und viel tanzbegeistertes Publikum. Eine gute Mischung: man hört zu, besucht die politischen Infostände, tanzt und feiert aber auch. Ich kriege blöderweise einen Stromschlag auf die Lippe und verbrenn mir den Mundwinkel, aber das schadet ja der Stimme nicht und somit letztlich auch nicht der Stimmung. Flüchtlinge sind auch gekommen, wenn auch nicht so viele wie gestern in Bonn. Die Schlafplatzsituation am Abend fordert nochmal all unser logistisches Können, denn jeder schläft woanders in dieser großen Stadt, aber schließlich kriegen wir auch das gelöst. Morgen haben wir einen freien Tag – darauf freut sich schon jeder, quer durch alle Teams! Weiterlesen ›

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07.08. Bonn

Foto: Jo Hempel - johempel.com

Dass der Bonner Auftritt in guten Händen ist, war mir von Anfang an klar, denn um den sowieso schon sich unermüdlich einbringenden Jan ist das Rhizom-Team gruppiert, das ganz wunderbare politische und kulturelle Aktionen auf die Beine stellt. Auch die Stadt Bonn unterstützt uns hier über das Kulturamt. Wir haben ein sehr schönes Hotel gesponsert bekommen, in das ich mich als Obdachloser vor knapp zwanzig Jahren mal frierend in den Heizungsraum einschleusen wollte – kontrastreiche Erinnerung! – ein toller Empfang für die Flöße am Rheinufer und eine große Open-Air-Bühne am alten Zoll. Maike ist ganz schön erledigt von der aufregenden Fahrt – das Hochwasser hat den beiden Flossfahrern alles abverlangt, erschöpft lassen sie sich auf die Wiese fallen. Viele Journalisten sind gekommen, um zu berichten, Women in Exile erzählen von ihren Erlebnissen in den Lagern und von der Situation der Flüchtlingsfrauen – wobei wir heute nicht durften, trotz tagelanger Bemühungen. Das Lager in Lohmar will auf keinen Fall Öffentlichkeit für die miserablen Zustände dort – ich hatte überlegt, die Veranstaltung draußen und davor zu machen, ähnlich wie in Oberursel, aber die sehr müden Gesichter meiner Mitstreiter überzeugen mich, dass ein klein wenig Entspannung gut täte und so verzichten wir heute aufs Lager und konzentrieren uns auf das bestbesuchteste Konzert der ganzen Tour – knapp 2000 Zuschauer kommen und sind mit uns ausgelassen und fröhlich bei der Musik und ernst und nachdenklich bei den Beiträgen und Einblicken in die Erlebnisse unserer Tour.Genauso, wie man sich das immer wünscht, bevor man die Bühne betritt. Auch im Nachhinein noch viele intensive Gespräche am Bonner Rheinufer. Klasse! Hoffentlich bleibt das so die kommenden Tage. Weiterlesen ›

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06.08. Koblenz

Fluchtschiff Saarbruecken - Foto Andrea Jaeckel-Dobschat - 028

Während Katja und die Puppenspielerinnen mit Tameru das Lager in Neuwied besuchen, in dem auch Akram lebt, die Pianistin, die uns schon viele Konzerte begleitet, nutze ich den Tag, um mich mal wieder unter der Organisationslawine begraben zu lassen. Am Nachmittag erreichen wir dann den Koblenzer Stattstrand, mit skeptischen Blicken in den immer grauer werdenden Himmel, denn das Konzert soll draussen stattfinden. Auch Women in Exile treffen ein, Aufbau und Soundcheck im kuschligen Zelt, der Strand füllt sich allmählich und als ich um Punkt acht mit dem ersten Basslauf das Konzert beginne, beschließt der Himmel seine Regenmassen loszuwerden. Ein Schauer nach dem nächsten rollt über die kleinen, hastig aufgespannten Zelte, aber die Zuschauer behalten ihre gute Laune und ihre Tanzlust. Der trocken bleibende Bereich ist so klein, dass die Zuhörer fast auf der Bühne und zwischen uns stehen, aber irgendwie sind das ja immer die schönsten Konzerte, in denen man so eng mit dem Publikum verschmilzt, alles von einander mitbekommt – Klasse! Wir haben viel Spaß auf der kleinen Bühne, auch Caro, Darma, Fatuma und Akram genießen das ungewöhnliche Konzert und wie immer betreut und begleitet uns das Team vom Circus Maximus mit Charme und Tatkraft. Kurz vor Bettgehzeit übersieht Basti leider einen Fahrradständer und zerschmettert damit den Kühler meines alten Volvos. ADAC kommt erst morgen. Die Flöße, die gut zu kämpfen hatten mit den Rheinhochwasser, liegen am deutschen Eck unter Kaiser Wilhelms Spitzbarterhabenheit. Guter Ort für so ein Projekt. Immerhin haben wir ihm die ganzen Reisegehmigungsprobleme zu verdanken, denn die weltweit einzigartige Residenzpflicht, die Flüchtlingen das freie Reisen untersagt, wurde unter ihm vor mehr als hundert Jahren in den dt. Kolonien eingeführt, von den Nazis fortgeführt und auch von der aktuellen Bundesregierung gehegt und gepflegt. Das nenn ich mal Traditionsbewusstsein!

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04.08. Wiesbaden

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Maike ist zurück – mit der Binnenfunklizenz – Hurra! Es kann weitergehen! Aber es war eine schwere Geburt: stundenlange Zugfahrt nach Rostock, die Prüfung theoretisch glänzend bestanden, aber bei der praktischen durchgefallen. Dann die panische Suche nach jmd. der so eine große Funke bei sich hat, um üben zu können. Im Wendland! Statt Schlaf Training am Gerät, am nächsten morgen erneute Prüfung – bestanden! Ist schon ne dolle Kämpferin, die Maike. Dennoch dürfen die Flöße wegen des Hochwassers nicht fahren. Im Wiesbadener Lager durften wir erst, dann dürften wir nicht, weil sie selbst ein Hausfest veranstalteten, dann dürften wir doch wieder – und nun mit verändertem Programm, denn Shane ist zurück nach Schottland und statt seiner sind die Puppenspielerinnen Cristina, Isa und Anke gekommen. Ein sehr unwilliger Hausmeister boykottiert einen guten Ablauf, Katja baut eine kleine Spielecke mit Kinderschminken und Seifenblasenprogramm auf, die Puppendamen legen los und Tameru mit seiner Krückenakrobatik schließt ab.

Das Konzert abends ist gut besucht und ich bin ausnahmsweise sogar mal ausgeschlafen, was dazu führt, dass unser musikalisches Programm deutlich rockiger wird als sonst. Weiterlesen ›

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03.08. Karlsruhe

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Karlsruhe ist nun ein sehr schönes Beispiel, was alles erreicht werden kann, wenn alle am gleichen Strang ziehen – wir treffen nicht nur auf engagierte Flüchtlingshilfegruppen vor Ort, sondern auch zahllose Karlsruher Bürger helfen mit und auch das Tollhaus als Veranstalter ist überaus engagiert. Und so können wir gleich zwei Nachmittagsprogramme auf die Beine stellen. Auch Tameru ist wieder mit dabei, hat nochmal eine Woche lang die Genehmigung zum mitreisen bekommen und als bewährtes Team sorgt er gemeinsam mit Shane für eine ausgelassene Stimmung im weit abgelegenen Lager im Karlsruher Industriegebiet und später dann auch beim Kinderfest im Innenhof des Tollhauses in der Karlsruher Innenstadt. Dort sind dann auch zahllose andere Aktivitäten – Kinderschminken, Seifenblasenspass, Livemusik, Joungleure, dazu Kaffee und Kuchen und Speisen und Getränke – toll, was die Karlsruher Gruppen hier auf die Beine gestellt haben. Das Konzert abends ist gut besucht, dreihundertfünzig deutsche Zuschauer und weit über hundert Flüchtlinge kommen, es wird ausgelassen getanzt und intensiv zugehört, die politischen Gruppen finden Gehör und Interesse – perfekt! Ein schöner Tag für alle Beteiligten. Weiterlesen ›

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01.08. Saarbrücken

Fluchtschiff-Saarbruecken-Titel

Leider kann ich wegen der Podiumsdiskussion nicht in das riesige Lager in Lebach. Aber ich habe noch lebhafte Erinnerung an den letzten Besuch. Es ist beinahe eine Flüchtlingsstadt hier und das Paritätische Bildungswerk hat gemeinsam mit der Caritas ein richtig großes Kinderfest auf die Beine gestellt mit Hüpfburg und Popcornstand und vielen Spielen und Band und natürlich auch wieder Shane und seine kleine Puppenfamilie. Die Podiumsdiskussion u.a. mit der Grünen-Chefin Simone Peter ist recht lebhaft, aber eigentlich ein bisschen überladen – zu viele Themen und zu viele Teilnehmer – als die Diskussion auf das Thema „Lager“ oder „Heim“ kommt, kocht die Stimmung hoch und leider wird durch die zeitliche Begrenzung das eigentliche Thema, nämlich die Flüchtlingsfrauen, kaum noch besprochen. Am Ende kommen auch Flüchtlingsfrauen zu Wort, die in Lebach gelebt haben und ihre bittere Anklage an die Lagerleitung zerschmettert alle Schönfärberei und alles theoretische Blabla und lässt viele deutsche Zuhörer betroffen. Das Konzert im Anschluss ist recht übersichtlich – haben ja auch leider die große Konkurrenz des Saarspektakels vor der Tür. Wir nutzen die Gelegenheit, uns mit Carsten Dobschat auszutauschen, der unsere Homepage betreut und Sabine und ich sprechen uns ab, wie wir den ersten freien Tag morgen nutzen können, um das Organisationsgebirge halbwegs abzutragen. Von den Flößen höre ich, dass der Rheinpegel immer noch hoch ist und sich noch niemand mit der geforderten Binnenfunk-Lizenz gefunden hat. Maike, unsere Flossfahrerin beschließt, kurzerhand nach Rostock zu fahren und die Lizenz in einer Nacht und Nebel Aktion zu machen. Viel Glück, wir drücken alle dreißig Daumen! Weiterlesen ›

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31.07. Heidelberg

2014-07-31 Heidelberg - 03

Wir sind, wie die beiden Jahre zuvor in der Halle 02 mit unserem Programm. Am Nachmittag findet noch die Einweihung der grossen neuen Halle statt, in der wir sozusagen als Eröffnungsband spielen. Eine 2000-Mann-Halle – hm, denke ich, das kriegen wir nicht voll. Der Oberbürgermeister hält eine freundliche Rede, verspricht, sich weiter für Flüchtlinge zu engagieren – und ist zwei Minuten später auf und davon. Aber ja, denke ich, die Situation der Flüchtlinge in Heidelberg selbst ist ganz passabel, gebe ich zu – vor allem im Vergleich zum wohlhabenden Rhein-Neckar-Kreis drumrum, der sich fürchterliche Unterkünfte leistet. Letztes Jahr waren wir in Sinsheim, da hatten die Flüchtlinge in den Essenspaketen haufenweise Margarine, viel zu viel, dafür kein Obst oder Gemüse, kiloweise vergammeltes Fleisch, billigstes Konservenessen, das Lager war in einem erbärmlichen Zustand, selbst die SPD (übrigens die Partei die in allen Flüchtlingsprojekten der letzten Jahre am unsichtbarsten war) befürwortete die abgeschiedene Lage und den hohen Zaun. Diesmal besuchen Shane und Jens, der als Clown Zack heute seinen letzten Einsatz für uns hat, die ebenso menschenverachtende Einrichtung in Schwetzingen. Die Flüchtlingsfrauen von Women in Exile sind sichtlich geschockt. Sie haben viel gesehen und viel selbst erlebt, aber dieses Lager hinterlässt für viele Tage eine traurige Unruhe.

Das Konzert ist ganz gut besucht, wobei die riesige Halle natürlich die knapp 200 Zuschauer wie eine nur kleine Gruppe wirken lässt. Wir spielen angesichts des vollen Programms morgen in Saarbrücken unvernünftig lang, aber es macht Spass, den Platz auf der großen Bühne auszufüllen – die Infostände der politischen Gruppen werden gut besucht und auch wir führen interessante Gespräche mit interessierten Konzertzuschauern. Nicht schlecht für einen Sonntagabend. Langsam aber sicher gewinnt das Projekt an Durchschlagskraft. Langsam aber sicher spricht sich rum, dass es ein eigener und neuer und ganz anderer Ansatz und keine Wiederholung des Refugee-Projekts ist. Und dass wir es sehr ernst meinen, wenn wir uns aus guten und täglich neu bestätigten Gründen auch auf die Situation speziell der Flüchtlingsfrauen konzentrieren. Weiterlesen ›

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30.07. Landau

2014-07-30 Landau - 04

Es war ein großes Hin- und Her und offenbarte, dass es auch an Universitäten und in studentisch organisierten Bereichen viele bürokratische Hürden zu überwinden gibt. Der Kulturreferent der Asta, der uns eingeladen hatte, war mittlerweile abgelöst worden. Der neue Mann wollte nicht einen so großen Teil des Kulturbudgets für eine Band ausgeben – Konzert abgesagt, wieder zugesagt, wieder abgesagt – am Ende aber einigen sich die Studierenden glücklicherweise doch darauf, das Konzert durchzuführen. Das Lagerprogramm findet wie immer große und vor allem kleine Anhänger und sorgt für ein wenig Buntheit unter einem regenschwangeren Himmel, auf den wir besorgt blicken, denn man hat für uns eine kleine feine Openair-Bühne aufgestellt. Durch die Klausuren verschiebt sich der Soundcheck auf sehr spät und als wir die Bühne betreten beginnt ein feiner Nieselregen, der glücklicherweise fein bleibt, so dass auch der inzwischen ganz gut gefüllte Platz vor der Bühne gut gefüllt bleiben kann. Als überzeugter Abiturloser schimpfe ich natürlich ein bisschen über die meines Erachtens viel zu unpolitischen Studenten. Sie sehen das wie immer ein und klatschen und dann wird getanzt und zugehört – Carolin & Dama treten auf, Betty informiert über die Gespräche und Lagerbesuche der letzten Tage, Fatuma hält eine ihrer flammenden Reden, Akrams Lieder begeistern – und Felix, ein aus Reutlingen mitgereister Ausdrucks-Tänzer, improvisiert dazu. Zuletzt tanzen viele Flüchtlinge, viele Studenten und ein paar wenige hinzugekommene Landauer Bürger ausgelassen zu den krummen Takten unserer Strom & Wasser Kracher. Alle sind sich einig: gut, dass es geklappt hat. Klar – es gibt nichts schlimmeres als verpasste Möglichkeiten…! Weiterlesen ›

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